Nachtkerzenöl verbessert die Feuchtigkeit in der trockenen Haut
Nachtkerzenöl (lateinisch Oenothera biennis) ist ein in der Dermatologie und Kosmetik gerne verwendeter Pflanzenstoff, der aus den Samen der gleichnamigen Pflanze gewonnen wird. In der Kosmetik wird Nachtkerzenöl bei trockener und empfindlicher Haut eingesetzt.
Die Nachtkerzen waren ursprünglich im südlichen Nordamerika und Mexiko verbreitet, wurden jedoch bereits im 17. Jahrhundert als Zierpflanzen nach Europa eingeführt. Die gemeine Nachtkerze ist beispielsweise eine Gartenpflanze, die auch unter dem Namen Gartenrapunzel bekannt ist.
Essentielle Fettsäuren als Wirkstoffe
Nachtkerzenöl enthält über 80 Prozent mehrfach ungesättigte Fettsäuren, ca. 65 bis 80 Prozent Linolsäure und etwa 8 bis 15 Prozent Gamma-Linolensäure. Linolsäure ist eine zweifach ungesättigte, essentielle Fettsäure und gehört zur Gruppe der Omega-6-Fettsäuren. Sie kommt auch in der obersten Schicht unserer Haut vor und hilft dort als Bestandteil von Hautfetten den Wasserhaushalt zu regulieren. Als Inhaltsstoff von Kosmetika hilft sie durch ihre entzündungshemmende Wirkung Hautreizungen und Ekzeme zu bekämpfen. Gammalinolensäure wird im Körper aus Linolsäure gebildet, aufgrund eines Enzymmangels kann zum Beispiel bei Neurodermitis keine Gammalinolensäure aus Linolsäure gebildet werden. Deshalb wird Nachtkerzenöl wegen des hohen Gehalts an dieser essentiellen Fettsäure als Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt. Symptome wie Juckreiz, Schuppung oder Rötung können durch die Einnahme bei zirka einem Drittel der Patienten gebessert werden. Nachtkerzenöl soll außerdem gegen Wechseljahres- und Regelbeschwerden helfen. Mischung mit Jojobaöl und Vitamin E besonders empfehlenswert
In der Kosmetik wird Nachtkerzenöl als Wirkstofföl bei trockener und empfindlicher Haut eingesetzt. Es wirkt reizlindernd, hautberuhigend und verbessert das Feuchthaltevermögen der Haut. Nachtkerzenöl ist sehr empfindlich und wird schnell ranzig, so dass die Verarbeitung anspruchsvoll ist. In Hautcremes kann es in Konzentrationen bis zu 20 Prozent in der Fettphase eingesetzt werden. Weitere öllösliche Wirkstoffe und Fette wie zum Beispiel Jojobaöl und Vitamin E verbessern nicht nur die Wirkung, sondern schützen zusätzlich das Öl.
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Dieser Artikel mit der SuperID pt2 findet sich auch in der PDF-Datei der HautReport-Ausgabe 2010 März / April (SuperID: 5V2 )
